{"id":3688,"date":"2018-08-23T13:18:14","date_gmt":"2018-08-23T11:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=3688"},"modified":"2018-08-24T10:08:23","modified_gmt":"2018-08-24T08:08:23","slug":"efa_diario-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/efa_diario-3\/","title":{"rendered":"EFA_diario #3: Die S\u00fcdtiroler Identit\u00e4t: Wer wollen wir sein? Ein Tagesbericht aus Alpbach."},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-it\">Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in <a href=\"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3688\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Tedesco<\/a>. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. Puoi cliccare sul link per cambiare la lingua attiva.<\/p><p><div id=\"attachment_3694\" style=\"width: 1180px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3694\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3694 size-mailpoet_newsletter_max\" src=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-1320x676.jpg\" alt=\"\" width=\"1170\" height=\"599\" srcset=\"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-1320x676.jpg 1320w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-300x154.jpg 300w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-768x393.jpg 768w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-1024x525.jpg 1024w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253-600x307.jpg 600w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180815_182649_Andrei_Pungovschi_SEM_Opening-e1535039852253.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1170px) 100vw, 1170px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3694\" class=\"wp-caption-text\">&#8220;Wer bin ich?&#8221; Fragen \u00fcber Fragen in der Seminarwoche&#8230; (Foto: Andrei Pungovschki, European Forum Alpbach)<\/p><\/div><\/p>\n<p><em>Montag, 20. August<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn ich am Morgen auf dem Balkon unserer Unterkunft stehe und in die Landschaft blicke, deutet kaum etwas auf die Besonderheit dieses Ortes hin. Eine Stunde sp\u00e4ter aber sitze ich in einem Seminar \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz und Ethik. <\/strong>Ich diskutiere mit jungen Menschen aus \u00c4thiopien, \u00c4gypten, Deutschland, Frankreich\u2026 In der Pause dichte ich mit LiteraturstudentInnen aus London, und am Abend: Techno-Party. Wie ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich zwar auf einer Terrasse, die sich auch in meinem Garten befinden k\u00f6nnte. Neben mir aber unterhalten sich gerade zwei junge Frauen aus Schweden und Brasilien \u00fcber das Konzept der Ehe und dessen Zukunft.<\/p>\n<p><strong>Und ich beginne zu erahnen, was diesen Ort so besonders macht.<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich aber \u00fcber etwas anderes berichten: Am Nachmittag besuche ich ein <strong>Linguistik-Seminar<\/strong>. Unter anderem berichtet ein Experte aus Australien \u00fcber Konfliktbew\u00e4ltigung zwischen Sprachgruppen, \u00fcber B\u00fcrgerkrieg und \u00fcber die gezielte Ermordung von Lehrkr\u00e4ften. Nicht zum ersten Mal bewundere ich die Errungenschaften in S\u00fcdtirol. Gleichzeitig erhoffe ich mir hier aber auch eine Antwort auf die Frage zu finden, die mir bereits \u00f6fters und auch in Alpbach gestellt worden ist: F\u00fchlst du dich als S\u00fcdtiroler eher als \u00d6sterreicher oder als Italiener?<\/p>\n<p>Am Vortag noch sprach sich der <strong>S\u00fcdtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher<\/strong> in einer Fragerunde im kleinen Rahmen mit den StipendiatInnen gegen einen \u201emelting pot\u201c und gleichzeitig f\u00fcr das Bewahren unserer kulturellen Wurzeln in S\u00fcdtirol aus. Schon im Gespr\u00e4ch fragte ich mich, ob das wirklich ein Widerspruch sein muss.<\/p>\n<p>Im Seminar nun diskutieren wir die F\u00e4higkeit der Sprache, Grenzen zu schaffen, aber auch zu \u00fcberwinden. Wir diskutieren das Verst\u00e4ndnis von Identit\u00e4t und Kultur. Au\u00dferdem besprechen wir, wie ein zwei- bis dreisprachiges Bildungsprogramm in einer Region mit verschiedenen Sprachgruppen idealerweise aussehen k\u00f6nnte und was die Ursache f\u00fcr viele Konflikte zwischen Sprachgruppen ist: Fehlender Kontakt und Austausch.<\/p>\n<p>Freundlicherweise hat sich der Professor nach dem Seminar spontan dazu bereiterkl\u00e4rt, mit einer kleinen Gruppe aus S\u00fcdtirolerInnen und TrentinerInnen weiter zu diskutieren. Im Gespr\u00e4ch entwickelt sich eine starke Idee: Die einer flexiblen und vielseitigen Identit\u00e4t. Zum einen sind Sprache und Kultur nicht fix, sondern ver\u00e4ndern sich pausenlos und unaufhaltsam. Zum anderen sind wir gar nicht gezwungen, unsere alte Identit\u00e4t und Kultur aufzugeben, wenn wir eine neue erwerben. <strong>Unsere Pers\u00f6nlichkeit wird lediglich vielseitiger, um eine Facette bereichert.<\/strong><\/p>\n<p>Um dies zu erm\u00f6glichen, braucht es Kontakt und Austausch. Was das <strong>Zusammenleben der Sprachgruppen in S\u00fcdtirol<\/strong> betrifft, glaube ich, dass wir diesbez\u00fcglich noch vieles verbessern k\u00f6nnen. Konkret bin ich davon \u00fcberzeugt, dass es deutlich mehr Durchmischung, und deutlich weniger Unterschiede oder Staatsangeh\u00f6rigkeiten braucht.<\/p>\n<p>Nach mehr als eineinhalb Stunden Diskussion verabschieden wir uns schlie\u00dflich. Wenn ich nach einer Woche im Europ\u00e4ischen Forum Alpbach nun etwas gelernt habe, dann, dass ich mich als S\u00fcdtiroler nun nicht mehr entscheiden will, ob ich mich eher als Italiener oder als \u00d6sterreicher f\u00fchle. Sondern dass ich vieles bin: Durch die deutsche Kultur gepr\u00e4gt, durch die italienische bereichert, und <strong>vor allem neugierig.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Maximilian Gasser<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in Tedesco. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. Puoi cliccare sul link per cambiare la lingua attiva. Montag, 20. 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