{"id":2064,"date":"2015-08-29T18:27:53","date_gmt":"2015-08-29T16:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=2064"},"modified":"2015-08-31T16:47:36","modified_gmt":"2015-08-31T14:47:36","slug":"seminarwoche-ungleichheitsforschung-quo-vadis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/seminarwoche-ungleichheitsforschung-quo-vadis\/","title":{"rendered":"Seminarwoche: Ungleichheitsforschung quo vadis?"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Sigrid Mairhofer<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Seminarwoche bildet den Auftakt f\u00fcr die 2 \u00bd Wochen in Alpbach und es war f\u00fcr mich alles andere als leicht mich f\u00fcr eines der vielen tollen Angebote zu entscheiden. Da ich derzeit ein Forschungsdoktorat besuche und auch aufgrund der interessanten Biographien der Vortragenden habe ich mich schlie\u00dflich in das Seminar \u201eUngleichheitsforschung quo vadis?\u201c eingeschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Seminar besch\u00e4ftigt sich aufbauend auf sozialwissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte mit der theoretischen und empirischen Erfassung sozialer Ungleichheiten in der heutigen Zeit. Ein wichtiger Schwerpunkt des Seminars ist die Diskussion sozialpolitischer Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung von Ungleichheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Bereits am ersten Tag stellte sich mir die Frage wie in total \u00fcberf\u00fcllten Seminarr\u00e4umen ein aktives Mitgestalten m\u00f6glich sein kann und wie viele Teilnehmer\/-innen sich wohl f\u00fcr dieses Thema begeistern werden. Doch anders als von mir erwartet kam ich am ersten Nachmittag in einen fast leeren Raum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend im Nachbarraum beim Seminar \u201edigital divide\u201c an die 80 Teilnehmer\/-innen um die viel zu wenigen Sitzpl\u00e4tze k\u00e4mpften und selbst der Flur noch zum Klassenzimmer wurde, so sa\u00dfen wir als kleine \u00fcberschaubare Gruppe von 10 Personen zusammen und lernten uns in aller Ruhe kennen. Und so war es entgegen meiner Bef\u00fcrchtung \u00fcberhaupt kein Problem ins Gespr\u00e4ch zu kommen und sich aktiv zu verschiedenen sozialpolitischen Themen auszutauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder Tag widmete sich einem anderen Themenschwerpunkt und nach einer umfangreichen theoretischen Einf\u00fchrung in die Themen Bildung, Gesundheit, Gender usw. folgte stets ein reger Austausch und eine inspirierende Diskussion, wie Ungleichheiten reduziert werden k\u00f6nnen und was die Sozialpolitik, aber auch wir selbst, zur Reduzierung von Ungleichheiten tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So bunt wie die Hintergr\u00fcnde der Teilnehmer so verschieden ihre Ideen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir waren eine sehr bunt gemischte Gruppe, verschiedene Nationen und verschiedene Professionen trafen aufeinander. Und gerade diese Vielf\u00e4ltigkeit machte unseren Austausch so inspirierend und f\u00fchrte auch dazu, die eigene Meinung zu bestimmten Themen g\u00e4nzlich zu hinterfragen und \u00fcber den eigenen Tellerrand hinauszusehen. W\u00e4hrend beispielsweise wir Sozialwissenschaftler f\u00fcr andere einfach zu komplex dachten und um das Problem \u201erumredeten\u201c, so waren f\u00fcr uns einige Wirtschaftswissenschaftler \u201ezu einfach\u201c, es entsprach nicht unserer Logik ein so komplexes Problem mit wenigen Variablen darzustellen. Und ebenso interessant war der Austausch zwischen den Nationen, w\u00e4hrend beispielsweise das \u201eBedingungslose Grundeinkommen\u201c f\u00fcr \u00d6sterreicher u.a. als M\u00f6glichkeit der Finanzierung ehrenamtlicher T\u00e4tigkeiten gesehen wurde, so fanden es Studierende anderer L\u00e4nder besch\u00e4mend \u00f6ffentliche Gelder zu verwenden oder sprachen \u00fcber ein System, dass ausgenutzt werden m\u00fcsse, da es kulturell als \u201eklug\u201c angesehen wird nichts zu tun. Und auch hier sind wir wieder beim Thema Ungleichheit. Europa ist ungleich, die Welt ist ungleich und gerade diese Ungleichheit und Vielf\u00e4ltigkeit bringt zwar viele Schwierigkeiten und auch Ungerechtigkeiten mit sich, doch macht uns nicht genau diese Ungleichheit auch so einzigartig und bietet eine Chance f\u00fcr Ver\u00e4nderung und ist unser Motor?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Fragen wurden in diesem Seminar aufgeworfen und viele Fragen blieben auch offen. Mit einem Koffer voller neuer Gedankeng\u00e4nge und einigen neuen interessanten Kontakten blicke ich auf eine spannende und abwechslungsreiche Seminarwoche zur\u00fcck.<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in Tedesco. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. Puoi cliccare sul link per cambiare la lingua attiva. 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