{"id":2062,"date":"2015-09-02T21:25:49","date_gmt":"2015-09-02T19:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=2062"},"modified":"2015-09-04T12:52:07","modified_gmt":"2015-09-04T10:52:07","slug":"the-health-gap-soziale-faktoren-als-ursache-gesundheitlicher-ungleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/the-health-gap-soziale-faktoren-als-ursache-gesundheitlicher-ungleichheit\/","title":{"rendered":"The health gap \u2013 soziale Faktoren als Ursache gesundheitlicher Ungleichheit"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-it\">Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in <a href=\"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2062\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Tedesco<\/a>. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. Puoi cliccare sul link per cambiare la lingua attiva.<\/p><p>Von Sigrid Mairhofer<\/p>\n<p>Was beeinflusst unsere Gesundheit, warum wird die gesundheitliche Kluft immer gr\u00f6\u00dfer, ist diese Ungleichheit vermeidbar und wie kann gesundheitliche Chancengleichheit gef\u00f6rdert werden? Diesen Fragen und vielen mehr widmet sich die \u201cCommission for Social Determinants of Health\u201d der WHO, unter Leitung von Prof. Michael Marmot.<\/p>\n<p>Gespannt wartete ich auf seinen Vortrag, denn Prof. Marmot ist nicht nur f\u00fcr seine brillante Datenaufarbeitung, sondern auch f\u00fcr seine abwechslungsreiche, witzige und oft provokante Vortragsweise bekannt. Obwohl ich ihn nicht zum ersten Mal h\u00f6rte war ich neugierig, da diesmal das Zielpublikum ein anderes war. Er spricht zu Wissenschaftlern, Politikern, Mitarbeiter\/-innen des Sozialwesens und diesmal v.a. zu Mitarbeiter\/-innen des Gesundheits- bzw. Krankenversorgungswesens.<\/p>\n<p><strong>Kopfschmerz kommt nicht von einem Aspirin-Defizit<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Und wie zu erwarten war begann sein Vortrag mit einem kleinen Pfeil in diese Richtung. Provokant warf er in den Raum, dass die Experten aus dem Gesundheitsbereich sich h\u00e4ufig nur f\u00fcr Medizin interessieren. Er selbst ist Arzt und Sozialepidemiologe. Doch er interessiert sich f\u00fcr die Ursachen von Krankheit und hier liegt das Problem. Kopfschmerz kommt nicht von einem Aspirin-Defizit, obwohl Aspirin nat\u00fcrlich ein wirksames Medikament gegen Kopfschmerz ist. Mit diesem Statement hatte er gleich einige Lacher auf seiner Seite und doch regte er damit ganz sicher auch zum Nachdenken an. W\u00e4hrend oft geglaubt wird, dass gesundheitliche Ungleichheit durch ein m\u00f6glichst gerechtes Gesundheitssystem verhindert werden kann, so zeigt Marmot auf, dass diese Dienste nur einen sehr kleinen Einfluss auf die Gesundheit haben. Besonders wichtig sind die sozialen Determinanten, sozio\u00f6konomische Faktoren wie Bildung, Einkommen und Lebensumst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Mit einfachen Beispielen gelang es ihm aufzuzeigen, wie sehr unsere Gesundheitschancen bereits von Geburt an durch unser soziales Umfeld beeinflusst werden und dass gesundheitliche Ungleichheit nicht (nur) ein Thema zwischen \u201eArm-Reich-L\u00e4ndern\u201c ist, sondern uns alle betrifft, auch innerhalb von L\u00e4ndern, Regionen, St\u00e4dten. Die meisten von uns wissen meist wenig \u00fcber gesundheitliche Unterschiede innerhalb wohlhabender L\u00e4nder und wir denken allzu oft, dass es ein Problem der anderen, \u00e4rmeren Regionen sei. Wie sonst k\u00f6nnten wir akzeptieren, dass die Wahrscheinlichkeit innerhalb der ersten 7 Lebensjahre zu sterben in der untersten sozialen Schicht fast doppelt so hoch ist als in der obersten? Wie k\u00f6nnen wir akzeptieren, dass es innerhalb wohlhabender EU-L\u00e4nder Unterschiede von Jahrzehnten in der Lebenserwartung zwischen sozialen Schichten gibt?<\/p>\n<p><strong>Jeder sollte die Chance auf ein gesundes langes Leben haben<\/strong><\/p>\n<p>Egal ob es nun Aufgabe des Gesundheitssystems ist oder nicht, wir m\u00fcssen uns daf\u00fcr einsetzen, dass jede\/r die m\u00f6glichst gleiche Chance auf ein gesundes langes Leben hat. Mit seinem Statement, dass das klare Aufzeigen von Missst\u00e4nden Ver\u00e4nderung bringen kann und dass es M\u00f6glichkeiten gibt gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu f\u00f6rdern hat Marmot uns Mut gemacht f\u00fcr Ver\u00e4nderung einzutreten. Mit seinen abschlie\u00dfenden Worten \u201edo something, do more, do better\u201c forderte er dazu auf sich f\u00fcr den Kampf gegen gesundheitliche Ungleichheit einzusetzen.<\/p>\n<p>Und auch mir ganz pers\u00f6nlich machte sein Vortrag wieder Mut. Wenn ich w\u00e4hrend einer Schreibblockade wiedermal denke, dass das Thema meiner Dissertation (F\u00f6rderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit durch kommunale Gesundheitsf\u00f6rderung) vielleicht niemanden interessieren wird, so zeigte sich doch, dass das Thema aktuell und wichtig ist und dass mit etwas Mut Ver\u00e4nderung m\u00f6glich ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in Tedesco. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. 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