{"id":1827,"date":"2015-04-09T18:46:07","date_gmt":"2015-04-09T16:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=1827"},"modified":"2016-04-07T18:38:09","modified_gmt":"2016-04-07T16:38:09","slug":"suedtiroler-wirtschaftsforum-2015-bilder-des-unternehmertums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/suedtiroler-wirtschaftsforum-2015-bilder-des-unternehmertums\/","title":{"rendered":"S\u00fcdtiroler Wirtschaftsforum 2015: Bilder des Unternehmertums"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p><p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-1828\" src=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205-1024x683.jpg\" alt=\"2015_Wirtschaftsforum - 11\" width=\"625\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Gruppenfoto_0205-624x416.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a>Die Metaphorik im Wirtschaftskontext ist schon interessant. Da gibt es beispielsweise Assoziationen mit Krieg (\u201eWar Room\u201c f\u00fcr einen simplen Arbeitsraum) oder mit Leistungssport (Bergsteiger als Disziplin-Prediger f\u00fcr hohe Unternehmensfunktion\u00e4re). Diese Bildhaftigkeiten veranschaulichen oft sehr sch\u00f6n Aspekte des Unternehmertums &#8211; Disziplin, Erfolg, Wettbewerb. Am 20. M\u00e4rz stand das S\u00fcdtiroler Wirtschaftsforum hingegen unter einem untypischen Bild &#8211; dem Spielerischen und Unterhaltsamen am Wirtschaften: \u201eUnternehmersein als Achterbahn\u201c. In Zeiten des hohen Risikos ist das vor allem f\u00fcr Junge eine motivierende und reizvolle Perspektive: lasst uns mit den Hochs und Tiefs des Unternehmertums \u201espielen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Passend dazu wird der erste Vortrag des Tages von einem Unternehmer gehalten, dessen Unternehmen nicht nur metaphorisch eine Achterbahn ist, sondern auch Achterbahnen verkauft. Alberto Zamperla erz\u00e4hlt uns von steigenden Ums\u00e4tzen und Internationalisierung \u2013 Zamperla und seine Ingenieure haben schon Achterbahnen in Nordkorea und Amerika errichtet. Bez\u00fcglich des Wirtschaftsstandorts Italien ist der Unternehmer kritisch: vor allem am Image des Unternehmers in Italien m\u00fcsse sich etwas \u00e4ndern. Eine F\u00f6rderung des Unternehmertums und der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung w\u00fcrde Italien gro\u00dfe Vorteile bereiten, wenn junge Menschen vermehrt eigene Firmen gr\u00fcnden w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den jungen Menschen in Unternehmen spricht auch die Managerin Dagmar Chlosta, zum Thema Mitarbeitermotivation und Innovation. Als F\u00fchrungskraft bei Adidas habe sie gelernt, worauf es bei der Mitarbeiterf\u00fchrung ankommt, und wie man das Kreativit\u00e4tspotential der Mitarbeiter am besten aussch\u00f6pft. Es sei vor allem wichtig, Mitarbeiter zu inspirieren. Das bedeutet auch, ihnen ein Ziel aufzuzeigen, eine Vision. So seien Mitarbeiter motivierter und \u201espielen\u201c auch lieber mit \u2013 und lie\u00dfen sich auch gerne dem gemeinsamen Ziel entsprechend weiter ausbilden. Speziell bei jungen Menschen der Generation Y sei es aber laut Clostas Erfahrung so, dass viele Anreize von vornherein erwartet w\u00fcrden; \u201eSense of Entitlement\u201c nennt sie das. Vor allem diese jungen Menschen hinterfragen die Sinnhaftigkeit ihres Tuns \u2013 und dieses \u201eWarum\u201c zu beantworten, sei in gro\u00dfen Unternehmen Aufgabe der F\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen solchen jungen Menschen, dem sehr an der Sinnhaftigkeit seines Tuns liegt, und der Clostas These vom passiven \u201eSense of Entitlement\u201c dann gleich wieder widerlegt, lernen wir mit dem n\u00e4chsten Vortragenden dann auch kennen. Der Unternehmensgr\u00fcnder Stefan Siegel hat in seiner Laufbahn vom Wirtschaften, das mit Wettbewerbssport und Kampf verbildlicht werden kann (er arbeitete zuvor als Investmentbanker), zum spielerischeren Unternehmertum gefunden. Sein Unternehmen \u201eNot just a label\u201c verbindet Designer mit K\u00e4ufern: ein Konzept, das vielen Designern, die von gr\u00f6\u00dferen Boutiquen nicht im gr\u00f6\u00dferen Stil verkauft werden, erm\u00f6glicht, von ihren Designs zu leben. Lange Zeit sei dem Gr\u00fcnder und seinen Mitarbeitern selbst nicht ganz klar gewesen, an welchem Ende dieser wundervollen Idee sie selbst Geld machen k\u00f6nnten, um als Unternehmen nachhaltig zu existieren. Mit Durchhalteverm\u00f6gen, Mut und Spa\u00df an der Sache haben Siegel und seine Mitgr\u00fcnder aber konsequent an der Umsetzung ihrer Idee gearbeitet. Heute organisiert \u201eNot just a label\u201c auch gro\u00dfe Messen, beispielsweise in Dubai, auf denen Geheimtipp-Designer potentielle K\u00e4ufer treffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Durchhalteverm\u00f6gen geht es auch im Vortrag von Jouseph Oubelkas. Der Niederl\u00e4nder sa\u00df viereinhalb Jahre unschuldig in einem marokkanischen Gef\u00e4ngnis &#8211; die Geschichte, wie er dort landete, erz\u00e4hlt er lebendig und mit einer guten Portion Humor. Zun\u00e4chst r\u00e4tsle ich noch \u00fcber den Symbolismus in diesem Vortrag: Unternehmertum als Gef\u00e4ngnis? Dann erz\u00e4hlt Oubelkas jedoch, wie er im Gef\u00e4ngnis als Verk\u00e4ufer von Naschsachen angeheuert wurde, wie er das Gef\u00e4ngnisbeet in den niederl\u00e4ndischen Nationalfarben bes\u00e4te, wie er begann, anderen Gef\u00e4ngnisinsassen Englisch beizubringen, und wie ihn die Liebe seiner Mutter in vielen Briefen auch im Gef\u00e4ngnis erreichte und aufbaute. Aus seinen anschaulichen Beschreibungen kann man wohl viele Lebensweisheiten ziehen &#8211; \u00fcber die vielen erz\u00e4hlerischen Umwege kommt Oubelkas aber zu einer Kernaussage, die er wohl jedem Menschen, und eben nicht nur jedem Unternehmer, nahelegt: das Beste aus scheinbar ausweglosen Situationen zu machen. Selbstmitleid sollte niemandes Strategie sein und aus jeder Lebenslage lassen sich zumindest positive Lernerfahrungen ableiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu einem Vortrag, n\u00e4mlich jenem der EU-Kommissarin f\u00fcr Transport Violeta Bulc, f\u00e4llt es schwer, eine Verbindung zum urspr\u00fcnglichen Thema \u201eAchterbahn\u201c zu kn\u00fcpfen, und da \u00fcberlege ich mir: im weitesten Sinn ist wohl auch eine Achterbahn ein Transportmittel. Frau Bulcs Vision: Es m\u00fcsste m\u00f6glich sein, von Lissabon bis Tallinn ein einziges Ticket zu l\u00f6sen. Bulc hebt die Herausforderungen rund um die Digitalisierung der Mobilit\u00e4t in Europa hervor, mit denen eine daf\u00fcr n\u00f6tige Vereinheitlichung erreicht werden k\u00f6nnte. Ebenso schwebe der Europ\u00e4ischen Kommission vor, Mautsysteme in Europa einheitlich und l\u00e4nder\u00fcbergreifend zu gestalten. Dies w\u00fcrde die Transportkosten auch f\u00fcr Unternehmen in Europa erheblich senken. Ein spannendes Vorhaben, das in den n\u00e4chsten Jahren umgesetzt werden soll und seine achterbahngleichen Hochs und Tiefs erfahren wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Julia Bodner, Stipendiatin des Clubs Alpbach S\u00fcdtirol Alto Adige f\u00fcr das S\u00fcdtiroler Wirtschaftsforum 2015<\/p>\n<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ci spiace, ma questo articolo \u00e8 disponibile soltanto in Tedesco. Per ragioni di convenienza del visitatore, il contenuto \u00e8 mostrato sotto nella lingua alternativa. 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