{"id":1439,"date":"2014-09-01T08:42:59","date_gmt":"2014-09-01T06:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=1439"},"modified":"2014-09-14T15:44:20","modified_gmt":"2014-09-14T13:44:20","slug":"die-baukulturgesprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/die-baukulturgesprache\/","title":{"rendered":"Alpbach, 28.08. &#8211; 29.08.: Die Baukulturgespr\u00e4che stehen am Programm!"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>Mit interessanten, vielversprechenden, bedeutenden G\u00e4sten, einem Publikum mit zahlreichen Entscheidungstr\u00e4gern, Bautr\u00e4gern, Architekten, interessierten Stipendiaten und mit einem sehr zeitgem\u00e4\u00dfen Thema, wurde das Schaffen \u201elebenswerter und gerechter St\u00e4dte\u201c genauer unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung in die Thematik behandelte das Wachstum der St\u00e4dte und die unzureichenden Ma\u00dfnahmen der \u00f6ffentlichen Hand um das \u201eDach \u00fcber dem Kopf\u201c zu garantieren. Dabei wurden St\u00e4dte untereinander verglichen, sowie deren Zuwanderung und sozio\u00f6konomische Situation analysiert. W\u00e4hrend den darauffolgenden, teilweise \u00e4u\u00dferst interessanten Vortr\u00e4gen, stellte man sich des \u00d6fteren die Frage: Liegt die Beeinflussung der gerechten Stadt eigentlich noch in \u00f6ffentlicher Hand, oder ist man bereits eine Marionette von Spekulation und unangenehmen Gentrifizierungsprozessen geworden? \u2026und was bedeutet eigentlich leistbares Wohnen in einem europ\u00e4ischen\/urbanen Kontext?<\/p>\n<p><!--more-->Es folgten Inputs, die sich akademisch (Prof. Blagojevic aus Belgrad), unter der Zuhilfenahme von B\u00fcrgerbeteiligungsverfahren (IBA Hamburg) sowie informeller Architektur (vorgetragen vom UTT \u2013 Daniel Schwartz \u00fcber die Torre David in Caracas) mit der Thematik auseinandersetzten. Somit konnten sich die anwesenden Besucher ein Bild der Problematik, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, machen. W\u00e4hrend der darauffolgenden Diskussionsrunden ergab sich jedoch ein kollektiver Wunsch: es muss sich in der Konzeption von Stadtentwicklung und in der Verteilung von leistbarem Wohnraum konkret etwas \u00e4ndern. M\u00f6gliche Herangehensweisen wurden von Prof. Dietmar Eberle (ETH Z\u00fcrich) und Carlo Ratti (MIT \u2013 senseable city LAB) aufgezeigt, die jeweils f\u00fcr eine Reinterpretation und Weiterentwicklung von bestehenden Wohnsystemen und Stadtentwicklung pl\u00e4dierten. Erg\u00e4nzt wurden die Gespr\u00e4che von Stadtdenkerin Prof. Sassen sowie Mobilit\u00e4tsspezialist Prof. Schreckenberg, die sich jeweils f\u00fcr eine \u00c4nderung und Optimierung des Status quo aussprachen.<\/p>\n<p>Ausger\u00fcstet mit diesen Haltungen zu urbaner Entwicklung und Wohnraumkonzeption ging es f\u00fcr die schon leicht erm\u00fcdeten Teilnehmer in die Endrunde der sogenannten \u201einteractive session\u201c. Dabei wurden von Stipendiaten und Experten Kleingruppen zu 5 bis 7 Personen gebildet, die m\u00f6gliche L\u00f6sungswege f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger diskutierten, diese zu Papier brachten und an Tafeln hefteten. Die anregenden Diskussionen in den Runden f\u00fchrten zu interessanten Positionen und vielversprechenden radikalen Ans\u00e4tzen. In der anschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion zu den Haltungen und Eingebungen wurden m\u00f6glichst zielgerichtet Antworten als Abschluss der Baukulturgespr\u00e4che gesucht. Jedem Teilnehmer war klar, dass so utopische Ziele w\u00e4hrend einer solch kurzfristigen Auseinandersetzung nicht erreicht werden k\u00f6nnen. Jedoch konnten Punkte und Leitgedanken angef\u00fchrt werden, die mit Sicherheit in zuk\u00fcnftigen Entscheidungsprozessen eingebunden werden m\u00fcssen. Hierbei wurde vor allem B\u00fcrgerbeteiligung angesprochen, die in ihrer bisherigen Form unzureichend gegeben ist. Die politische, wirtschaftliche Haltung wurde als Stadtentwicklungsbremse gesehen und sollte m\u00f6glichst mit \u201ebottom-up\u201c Initiativen beeinflusst werden. Schlie\u00dflich sollte die Gestaltung der Wohnsituation in der Hand des Nutzers liegen, wobei eine gewisse Verantwortung Grundvoraussetzung in einem solchen Prozess ist.<\/p>\n<p>Fazit: Ein partizipativer Prozess, der geregelt abl\u00e4uft und vom Nutzer ausgeht! Eine Beeinflussbarkeit von urbaner Entwicklung, bevor bereits konkrete Ideen von Investoren und Politik suggeriert und umgesetzt werden&#8230; Wunsch oder angehende Realit\u00e4t?&#8230;\u201cSchauma mal\u201c.<\/p>\n<p>von David Calas<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit interessanten, vielversprechenden, bedeutenden G\u00e4sten, einem Publikum mit zahlreichen Entscheidungstr\u00e4gern, Bautr\u00e4gern, Architekten, interessierten Stipendiaten und mit einem sehr zeitgem\u00e4\u00dfen Thema, wurde das Schaffen \u201elebenswerter und gerechter St\u00e4dte\u201c genauer unter die Lupe genommen. 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