{"id":1405,"date":"2014-08-28T11:27:51","date_gmt":"2014-08-28T09:27:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/?p=1405"},"modified":"2015-04-14T12:29:29","modified_gmt":"2015-04-14T10:29:29","slug":"wiesenpicknick-asyl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/it\/wiesenpicknick-asyl\/","title":{"rendered":"Wiesenpicknick: Platz f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in unserer Gesellschaft?"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div id=\"attachment_1411\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1411\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1411\" src=\"http:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer.jpg\" alt=\"Credits: Philipp Naderer, Europ\u00e4isches Forum Alpbach\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer.jpg 1024w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.alpbach.bz.it\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/20140822-1441-PLN_9249-Philipp-Naderer-624x416.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1411\" class=\"wp-caption-text\">Credits: Philipp Naderer, Europ\u00e4isches Forum Alpbach<\/p><\/div>\n<p>Fernab vom Trubel in den Konferenzs\u00e4len und s\u00e4mtlichen Krawattentr\u00e4gern traf sich der Club Alpbach S\u00fcdtirol Alto Adige am 23. August 2014 auf der Wiese des B\u00f6glerhofs zu einem informellen Wiesenpicknick, um mit ExpertInnen und Interessierten \u00fcber das Thema \u201eAsyl &amp; Sprache, Asyl &amp; Recht\u201c zu sprechen. Dazu lud der CASA die Fremdsprachentrainerin Alexa Leitner und David Geigner von der Unabh\u00e4ngigen Rechtsberatung Tirol als ReferentInnen ein.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war es eine willkommene Abwechslung im Freien das relativ sch\u00f6ne Wetter zu genie\u00dfen (nach so viel Regen \u2013 endlich!!!), dabei die Landschaft Alpbachs zu bewundern und dem kritischen Gespr\u00e4ch zuzuh\u00f6ren. Die Veranstaltung war ganz anders als viele der Seminare und Konferenzen beim Europ\u00e4ischen Forum Alpbach: W\u00e4hrend Wirtschaft bei den Panels und Seminaren des Forums stets eine zentrale Rolle spielt, wurde beim Wiesenpicknick das Schicksal der Fl\u00fcchtlinge in den Mittelpunkt ger\u00fcckt. Rechtliche, humanit\u00e4re, kulturelle sowie sprachliche Themen wurden diskutiert, anschlie\u00dfend gab es ein Picknick mit S\u00fcdtiroler K\u00f6stlichkeiten.<\/p>\n<p><!--more-->David Geigner berichtete von rechtlichen Aspekten in Zusammenhang mit Fl\u00fcchtlingen und dem \u00f6sterreichischen Asylverfahren, das zahlreiche H\u00fcrden f\u00fcr AsylbewerberInnen darstellt, die oft Jahre auf eine Antwort vonseiten der Beh\u00f6rden warten m\u00fcssen. Er erz\u00e4hlte uns auch einzelne Geschichten \u00fcber Fl\u00fcchtlinge, die oft v\u00f6llig ersch\u00f6pft in \u00d6sterreich ankommen und meist keinerlei Rechte besitzen: Sie d\u00fcrfen keiner Arbeit nachgehen und werden oft nicht als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft behandelt.<\/p>\n<p>Alexa Leitner sprach vor allem \u00fcber ihre Erfahrungen mit Fl\u00fcchtlingen im Deutschunterricht. Dabei betonte sie, wie schwierig es f\u00fcr MigrantInnen sei, die deutsche Sprache zu erlernen, da sie oft keine Alphabetisierung genossen haben oder ihre Sprache sich stark von der deutschen unterscheidet. Da die Fl\u00fcchtlinge aus verschiedenen Regionen der Welt stammen und eine Vielzahl an Sprachen sprechen, muss der Deutschunterricht oft wie bei Kindern in der Grundschule ohne Vergleich mit anderen Sprachen (deren Grammatik, Vokabular etc.) unterrichtet werden . Eine weitere Schwierigkeit stellt der Tiroler Dialekt dar, der in einigen F\u00e4llen sehr stark von der Standardsprache abweicht. Au\u00dferdem betonte Frau Leitner, dass das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Kultur der Fl\u00fcchtlinge und wenige Kenntnisse ihrer Sprachen bereits helfen k\u00f6nnen, um die Fl\u00fcchtlinge f\u00fcr das Erlernen der Deutschen Sprache zu motivieren.<\/p>\n<p>Migration ist ein Thema, das uns in den kommenden Jahren immer mehr besch\u00e4ftigen wird, dem wir uns nicht entziehen k\u00f6nnen. Dennoch hat das Thema in den gro\u00dfen Konferenzen der Europ\u00e4ischen Forum Alpbach im Erwin-Schr\u00f6dinger-Saal noch keinen Platz gefunden. Es scheint so, als wolle oder k\u00f6nne man hier in dieser Idylle solch kritischen Themen aus dem Weg gehen. Noch&#8230;<\/p>\n<p>von Jessica Herz<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernab vom Trubel in den Konferenzs\u00e4len und s\u00e4mtlichen Krawattentr\u00e4gern traf sich der Club Alpbach S\u00fcdtirol Alto Adige am 23. August 2014 auf der Wiese des B\u00f6glerhofs zu einem informellen Wiesenpicknick, um mit ExpertInnen und Interessierten \u00fcber das Thema \u201eAsyl &amp; Sprache, Asyl &amp; Recht\u201c zu sprechen. 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